Weniger Arbeit oder mehr Stress?

Immer mehr Menschen möchten mehr Freizeit haben. Sie wollen weniger arbeiten. Die 4-Tage-Woche ist eine Lösung dafür.

Was ist die 4-Tage-Woche?

Bei der 4-Tage-Woche arbeitet man bei einem Vollzeit-Job nur noch 4 Tage in einer Woche. Nicht mehr 5 Tage. Von 7 Wochen-Tagen hat man insgesamt 3 Tage frei.

Es gibt dafür 2 Möglichkeiten:

  1. Man arbeitet die gleiche Stunden-Zahl. Zum Beispiel 40 Stunden in einer Woche. In der 5-Tage-Woche arbeitet man dann 8 Stunden am Tag. In der 4-Tage-Woche arbeitet man dann 10 Stunden am Tag.
  2. Man arbeitet weniger Stunden in der Woche. Die Arbeits-Stunden von dem freien Tag werden von der Arbeits-Zeit in der Woche abgezogen. Man arbeitet dann zum Beispiel 32 Stunden. Dann kann es sein, dass sich die Bezahlung verändert. Wer weniger arbeitet, bekommt weniger Geld.

Warum ist die 4-Tage-Woche gut?

In vielen Ländern wurde die 4-Tage-Woche getestet. Die Tests haben gezeigt:

  • Die Menschen sind glücklicher. Sie haben mehr Zeit für ihre Familie und ihre Hobbys.
  • Es gibt weniger Krank-Meldungen.
  • Die Menschen sind produktiver. Das heißt: Sie können mehr Aufgaben in kurzer Zeit machen.
  • Die Menschen haben mehr Spaß an der Arbeit.

Was sind Probleme bei der 4-Tage-Woche?

Probleme gibt es vor allem dann, wenn die Menschen durch die 4-Tage-Woche weniger Stunden arbeiten.

  • Firmen haben Angst vor größeren Kosten. Sie denken: Unsere Angestellten schaffen die Aufgaben nicht. Wir brauchen mehr Angestellte. Das kostet uns mehr Geld.
  • Manche Firmen sagen: Wir bezahlen Geld für die einzelnen Arbeits-Stunden. Dann bekommt man am Monats-Ende weniger Geld, weil man weniger Stunden arbeitet.
  • In vielen Berufen fehlen Arbeitskräfte. Es gibt nicht genug Menschen, die den Beruf machen. In manchen Berufen muss aber immer jemand da sein. Zum Beispiel im Krankenhaus. Wenn die Menschen dann weniger arbeiten, können nicht alle Arbeits-Zeiten besetzt werden.
  • Es kann mehr Stress geben. Bei weniger Arbeits-Stunden muss trotzdem die gleiche Arbeit gemacht werden. Man hat dafür aber weniger Zeit.

Erschienen: Juli 2023

Foto: Thorsten Schwandt auf naturgucker.de

Autor: Jasmin Süssmeyer