Ich bin fertig mit meinem Experiment. Jetzt möchte ich anderen Menschen meine Ergebnisse zeigen. Deswegen schreibe ich einen Artikel über mein Experiment.

1. Artikel schreiben
In dem Artikel steht: Das wissen wir bereits. Und hier ist etwas, das wir noch nicht wissen. Deswegen habe ich mein Experiment gemacht. Ich schreibe außerdem: So habe ich mein Experiment gemacht. Und das sind meine Ergebnisse.

2. Artikel an Zeitschrift senden
Jetzt sende ich meinen Artikel an eine Zeitschrift. Die Zeitschrift will wissen: Macht das Experiment Sinn? Sind die Ergebnisse richtig? Deswegen sendet die Zeitschrift meinen Artikel an andere Wissenschaftler*innen.

 

Man nennt sie auch: Peer-Reviewer (sprich: Pier-Riewjuer). Die Peer-Reviewer wissen nicht, dass der Artikel von mir ist.

3. Aussuchen von Peer-Reviewern
Diese Wissenschaftler*innen forschen an ähnlichen Sachen wie ich. Deswegen wissen sie: Das, was ich gemacht habe, ist gut. Oder: Das, was ich gemacht habe, macht keinen Sinn.

4. Peer-Review schreiben
Die Wissenschaftler*innen schreiben einen so genannten Review (sprich: Riewju).
In dem Review schreiben sie:

  • Der Artikel ist gut. Die Zeitschrift kann ihn genau so drucken. Oder:

 

  • Der Artikel ist ganz ok. Dann muss ich den Artikel noch etwas verbessern. Danach kann die Zeitschrift den Artikel aber drucken. Oder:
  • Der Artikel ist schlecht. Die Zeitschrift soll den Artikel nicht drucken.

Warum brauchen wir Peer-Reviews?
Auch Wissenschaftler*innen machen manchmal Fehler. Wir wollen aber wissen: Die Artikel in den wissenschaftlichen Zeitschriften sind richtig. Auf die Ergebnisse in dem Artikel können wir uns verlassen. Deswegen prüfen mehrere Wissenschaftler*innen:
Ist das Experiment gut? Und sind die Ergebnisse richtig? Nur, wenn das der Fall ist, druckt die Zeitschrift meinen Artikel.

 

Erschienen: März 2024

Grafik: Judith Kalinowski

Autor*in: Judith Kalinowski