Sie blühen in vielen Gärten

Viele Menschen lieben diese schönen Frühjahrs-Blumen. Tulpen wachsen aus Zwiebeln. Dort speichert die Tulpe Nahrung, damit sie im Frühjahr blühen kann. Eine Tulpe wird je nach Art 10 bis 70 cm hoch. Nach der Blüte stirbt die alte Zwiebel ab. In ihr entsteht eine neue Zwiebel. Oft wachsen daneben noch kleine weitere Zwiebeln. Die Blätter sitzen unten an der Pflanze. Sie sind lang, breit und ohne Stiel. Ihr Rand kann glatt oder leicht gewellt sein.
Tulpen sind schön, aber auch giftig. Menschen und Tiere können nach dem Essen von Tulpen Erbrechen,
Bauch-Schmerzen oder Durchfall bekommen. Das liegt an der giftigen Zwiebel.
Viele Menschen verbinden Tulpen mit den Niederlanden oder der Stadt Amsterdam. Es gibt ein Lied, das heißt „Tulpen aus Amsterdam“.
In den Niederlanden begann man vor über 100 Jahren, neue Sorten zu züchten. So entstanden viele bekannte Tulpen-Arten wie die Triumph-Tulpen. Heute kommen die meisten Tulpen aus den Niederlanden. Die Pflanzen brauchen milde Winter, feuchte Frühjahre, trockene Sommer und gute
Böden.
Im Winter 1944/45 litten die Menschen in den Niederlanden unter starkem Hunger. Lebensmittel durften nicht mehr in die Städte gebracht werden. Viele Menschen hatten kaum etwas zu essen und nutzten sogar Tulpen-Zwiebeln als Notnahrung. Viele Menschen starben in dieser Zeit. Als Dank für die amerikanischen Flugzeuge, die später Lebensmittel brachten, schrieben die Menschen im Mai 1945 „many thanks“, also „vielen Dank“ mit Tulpen auf die Felder.
Erschienen: Mai 2026
Foto: Dr. Martina Henn-Sax (Botanischer Garten in Paris)
Autorin: Dr. Martina Henn-Sax
