Ein gutes Pilz-Jahr geht zu Ende

Viele Menschen gehen im Herbst in den Wald, um Pilze zu suchen. Pilze sind lecker und gesund. Außerdem macht das Sammeln Spaß. Das ist wichtig: Ich weiß, was ich sammle, ich esse nur das, was ich sicher kenne!

Wann gibt es Pilze?
Pilze wachsen fast das ganze Jahr. Im Frühling gibt es zum Beispiel Morcheln. Im Sommer wachsen Pfifferlinge. Die Haupt-Zeit für Pilze ist aber der Herbst – also von August bis November. Wenn das Wetter feucht und mild ist, findet man viele Pilze. So wie dieses Jahr.

Wie viele Pilz-Vergiftungen gab es 2025?
Das Gift-Informations-Zentrum Nord in Göttingen hat gemeldet: Bis Ende Juli gab es schon 151 Fälle von Pilz-Vergiftungen oder dem Verdacht auf Vergiftung durch Pilze. Im Herbst steigen die Zahlen meist stark an, weil dann besonders viele Menschen Pilze sammeln gehen.

Warum Vorsicht wichtig ist
In unseren Wäldern wachsen über 5.000 Pilz-Arten. Davon sind nur rund 200 Arten essbar. Etwa 150 Arten sind giftig. Und ungefähr 10 Pilz-Arten können sogar tödlich sein.

Essbarer Steinpilz

Der grüne Knollenblätterpilz ist der gefährlichste Pilz. Er sieht einem Champignon sehr ähnlich. Darum kann schon eine kleine Verwechslung schlimme Folgen haben.

Pilze mit Schwamm unter dem Hut sind für Anfänger*innen meist sicherer.

Tipps für Anfänger*innen

  • Nur Pilze sammeln, die man sicher kennt. Wenn man unsicher ist: Lieber stehen lassen!
  • Nicht auf Handy-Apps verlassen. Sie helfen beim Lernen, ersetzen aber kein Fachwissen.
  • Pilze sauber schneiden und in einen Korb legen. In Plastiktüten werden sie schnell schlecht.
  • Keine alten oder angefressenen Pilze mitnehmen. Sie können verdorben oder giftig sein.
  • In Schutz-Gebieten darf man keine Pilze sammeln. Und nur so viel mitnehmen, wie man selbst essen kann.
  • Wenn man unsicher ist: eine*n Pilz- Berater*in fragen. In vielen Städten gibt es Pilz-Expert*innen.

Pilze sammeln ist ein schönes Hobby in der Natur – fast das ganze Jahr über. Doch Sicherheit ist das Wichtigste: Nur essen, was man wirklich kennt!

Bei Unsicherheit lieber den Pilz im Wald lassen. Denn schon ein einziger falscher Pilz kann gefährlich sein.
Im Notfall den Notarzt oder den Gift-Notruf rufen.

Gift-Informations-Zentrum Nord in Göttingen
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
Telefon: 0551 19240

Erschienen: November 2025

Foto: Julia Ring

Autor*in: Julia Ring