Über die Dichterin Mascha Kaléko

Mann und Frau lesen.

Mascha Kaléko ist eine sehr bekannte deutsche Dichterin. 1907 kommt sie in Polen zur Welt. Sie stirbt 1975 in der Schweiz. 1918 zieht mit ihrer Familie nach Berlin. Dort verbringt sie ihre Jugend.  Sie schreibt Gedichte. Und sie sucht Kontakt zu Schriftsteller*innen. Im Romanischen Café in Berlin-Charlottenburg lernt sie viele andere Schriftsteller*innen kennen. Mascha Kaléko hat erste Erfolge. Zeitungen veröffentlichen ihre Gedichte. Später werden ihre Gedichte sehr bekannt. „Das lyrische Stenogrammheft“ mit ihren Gedichten erscheint 1933 im Rowohlt Verlag.

Am Sonntag-Abend (21.04.26) stellt der Journalist Volker Weidermann sein neues Buch „Wenn ich eine Wolke wäre“ vor.

Das Buch hat den Untertitel „Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“. Genau darum geht es. Um ihre Reise zurück nach Berlin. Warum zurück? Mascha Kaléko ist Jüdin und flieht im Herbst 1938 vor den Nazis nach Amerika. Sie lebt in New York. 1956 kommt sie zurück nach Deutschland. Das Buch beschreibt das Jahr 1956 im Leben von Mascha Kaléko. Im Jahr 1956 schreibt sie fast täglich Briefe an ihren Mann nach New York. Volker Weidermann hat diese Briefe von Mascha Kaléko gelesen. Er hat sich viel damit beschäftigt. Deshalb kann er gut über die persönlichen Gedanken und Gefühle von Mascha Kaléko im Jahr 1956 schreiben. Themen sind: Rückkehr nach langer Abwesenheit. Gibt es die Straßen, Häuser und Menschen noch? Wo ist Heimat? In Berlin oder New York?

Die Schauspielerin Nina Kunzendorf liest die Gedichte von Mascha Kaléko vor und Volker Weidermann liest aus seinem Buch über das Leben von Mascha Kaléko im Jahr 1956. Das passiert im Wechsel. Das Publikum in der vollen Sheddach-Halle hört sehr aufmerksam zu. Zum Schluss applaudiert es begeistert.

Es war ein wunderbarer Abend. Es war der Abschluss vom Göttinger Literatur-Festival „Frühjahrslese“.

Volker Weidermann: „Wenn ich eine Wolke wäre“, Kiepenheuer & Witsch, 240 Seiten, 23 Euro. Das Buch ist nicht in einfacher Sprache geschrieben.

Erschienen: April 2026

Foto:

Volker Weidermann und Nina Kunzendorf

©Göttinger Literaturherbst (GLH)

Autorin: Gundula Laudin