Eine gefährliche Reise im Frühling

Straße mit Straßenschild "Achtung Krötenwanderung"

Warum wandern Kröten?

Kröten sind wechselwarme Tiere. Das heißt: Ihre Körper-Temperatur passt sich der Umgebung an. Wenn es kalt wird, fallen sie in Winterstarre. Dann sind sie starr und unbeweglich. Der Herzschlag und die Atmung sind sehr langsam. Sie schlafen den Winter über versteckt in der Erde, unter Steinen oder in Laubhaufen.

Wenn es im Frühling wärmer wird und regnet, wachen die Tiere wieder auf. Ab Mitte März gehen sie auf Wanderung. Und machen sich auf den Weg zu einem See oder Teich. Sie wandern immer zu dem Gewässer, in dem sie selber geboren sind. Dort legen sie Eier ab, aus denen Kaulquappen schlüpfen. Am Anfang sehen Kaulquappen aus wie kleine Fische. Nach 3 Monaten verwandeln sich Kaulquappen dann in kleine Kröten.

Wie finden Kröten den Weg?

Kröten wissen genau, wohin sie müssen. Sie nutzen dafür:

  • ihren Geruchs-Sinn: sie riechen das Wasser,
  • einen inneren Kompass: sie orientieren sich an Himmels-Richtungen,
  • ihre Erinnerung: sie erkennen bekannte Orte wieder.

Warum ist die Reise gefährlich?

Der Weg ist für Kröten sehr anstrengend und gefährlich.

Oft müssen sie Straßen überqueren. Kröten sind langsam und leicht zu übersehen. Autos sind die größte Gefahr: Sie überfahren jedes Jahr sehr viele Tiere auf ihrer Wanderung. Besonders nachts und wenn es regnet.

Manchmal sieht man ein „Huckepack-Paar“: Das Weibchen trägt das kleinere Männchen auf dem Rücken zum Wasser.

Wie helfen Menschen den Kröten?

Viele Menschen helfen, damit die Tiere auf ihrer Wanderung sicher ankommen:

  • Kröten-Zäune leiten die Tiere in Eimer. Helfer*innen tragen sie über die Straße.
  • Kröten-Tunnel führen unter Straßen hindurch.
  • Warnschilder erinnern Autofahrer: Achtung, langsam fahren!

Naturschutz-Gruppen organisieren jedes Jahr solche Aktionen.

Erschienen: März 2026

Foto: Julia Ring

Autorin: Julia Ring