im Jungen Theater Göttingen

Hexen und Teufel springen über die Bühne. Sie verschwinden im Nebel und tauchen wieder auf. Sie tanzen und bereiten einen Zauber-Trank vor. Worum geht es?
Es geht um „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe. Das ist ein Klassiker der deutschen Literatur. Fatma Aydemir hat den Text verändert und in die Zeit von heute geholt.
Aus dem gelehrten alten Herren Dr. Faust hat sie eine Frau gemacht: Dr. Margarete Faust. Sie ist eine erfolgreiche Professorin und lebt für ihre wissenschaftliche Arbeit. Sie hat keinen Partner und kein Kind. Politisch ist die rechte Partei an der Macht.
Den Politikern gefällt die Arbeit der Professorin nicht.
Sie erfahren: Die Professorin hilft ihren schwangeren Studentinnen in Not und unterstützt ihre Selbst-Bestimmung. Das ist gegen die Politik der Rechten. Deshalb soll die Professorin die Universität verlassen. In dieser Krise begegnet die Professorin dem Teufel Mephisto. Er schickt ihr den Studenten Karim. Sie verliebt sich in den homosexuellen Studenten. Sie überschreiten Grenzen. Karim stellt Straf-Anzeige gegen die Professorin.
Das Stück behandelt viele Themen: Macht und Macht-Missbrauch. Sexualität.
Selbst-Bestimmung. Auswirkungen rechter Politik.
Bei der Eröffnung vom Jungen Theater Göttingen vor 70 Jahren hat man den „Ur-Faust“ gespielt. 70 Jahre später zeigt das Junge Theater Göttingen das Stück „Doktormutter Faust“. Damit stellt sich die neue Intendantin Angelika Zecek vor. Sie ist die erste Frau an der Spitze vom Jungen Theater.
Die nächsten Vorstellungen: 18. und 30. September. 16. und 23. Oktober um 20 Uhr im Jungen Theater Göttingen, Bürgerstraße 15. Kartentelefon: 0551/495015.
Erschienen: September 2026
Foto: Jens Tramsen, Kristin Becker; Fotografin © Dorothea Heise
Autorin: Gundula Laudin
