
Das Stück „Wir Perser“ geht zurück auf den griechischen Dichter Aischylos. Er lebte vor ungefähr 2.500 Jahren. Er hat die Vorlage für „Wir Perser“ geschrieben. Ivana Sokola hat mit dem alten Text gearbeitet. Sie hat das Theater-Stück „Wir Perser“ geschrieben. Sie hat neue Schwerpunkte gesetzt. Damit passt der alte Text in die Zeit von heute. Das Stück spielt im Krieg. Es hat viele Themen: Was ist Macht-Hunger? Welche Nachrichten sind richtig? Wem kann man vertrauen? Diese Themen sind wichtig in unserer Zeit.
Worum geht es?
Der Perser-König Xerxes kämpft gegen die Griechen. Keiner weiß, ob der König zurück nach Hause kommt oder im Krieg sterben wird
Niemand weiß, ob sein Volk den Krieg gewinnen wird.
Die Mutter vom Perser-König spielt im Stück eine zentrale Rolle. Sie heißt Atossa. Ihr Sohn Xerxes ist im Krieg. Jetzt greift die Mutter nach der Macht über die Perser*innen, die nicht in den Krieg gezogen sind: Frauen, alte Menschen, Kinder, Kranke. Ihr Kostüm ist ganz weiß. So erscheint sie auf der Bühne. Weiß ist die Farbe der Unschuld. Ihr Wunsch für die Perser*innen: Mitbestimmung, Demokratie.
Sie ist überzeugt: Mit ihr geht es dem persischen Volk besser. Die Straßen sind sauberer, die Menschen essen weniger Fleisch. Boten kommen zu ihr und dem Volk. Sie bringen Nachrichten über das Kriegs-Geschehen.
Welche Information stimmt? Haben die Perser den Krieg verloren, weil das Wasser im Fluss zu mächtig war? Sind die Perser aus Verzweiflung ertrunken? Jeder Bote hat eine andere Erklärung. Die Perser*innen wissen nicht, wem sie vertrauen können.
Dann kommt der Perser-König Xerxes zurück. Er will seine Macht zurück. Seine Mutter Atossa will ihre Macht nicht abgeben und Herrscherin bleiben. Sie wird zur Mörderin. Sie tötet zuerst ihren Sohn Xerxes und dann die Perser*innen, die noch vor Ort sind. Sie sterben im Wasser. Zurück bleibt eine Mörderin ohne Volk.
Erschienen: November 2025
Foto: Thomas Aurin
Autor*in: Gundula Laudin
